Schmallenbergs historischer Stadtkern

Historischer Stadtkern Schmallenberg

Die Altstadt von Schmallenberg ist eine eindrucksvolle Stadtgründung des preußischen Klassizismus. Die wesentlichen Elemente der auf einem Höhenrücken gelegenen und planvoll gegründeten Stadt sind nach dem Stadtbrand von 1822 konzipiert worden und heute noch gut erkennbar. Dem Stadtbrand fiel - bis auf 17 von 150 Häusern und bis auf die Kirche - die ganze Stadt zum Opfer.
Zwei parallel verlaufende Straßen (Weststraße und Oststraße) werden mit fünf Querstraßen (Südstraße, Kirchplatz, Wimereuxstraße, Synagogenstraße und Schützenplatz) leiterartig verbunden und laufen im Norden und Süden zusammen. Die Grundstücke sind in zwei Größenordnungen parzelliert. Diese Struktur ist heute noch vorhanden. Die kompakte und in die Landschaft eingebundene Stadtsilhouette ist sowohl von der Talaue als auch von den umgebenden Höhen wahrnehmbar und ein eindrucksvolles Dokument des Städtebaus im 19. Jahrhundert.

Das Stadtbild zeigt eine klare Reihung freistehender zweigeschossiger Gebäude. Der einheitliche Maßstab der Bebauung wird unterstützt durch Material, Farbgebung und Architekturdetails. Typisch sind vor allem die symmetrischen Straßenfronten mit einer Betonung der Mittelachse der durchweg traufenständigen Häuser. Diese weisen überwiegend eine drei- oder fünfachsige Gebäudegliederung auf und haben eine Dachneigung von 42 bis 47°. Ebenso markant ist der Einsatz von Naturschiefer, weiß lackierten Kranzgesimsen und Fenstern.

Der Stadtkern hat eine Fläche von ca. 22 Hektar und wird von etwa 800 Einwohnern bewohnt.

Der Gebäudebestand der ehemaligen Ackerbürgerstadt ist vor allem durch Fachwerkhäuser gekennzeichnet, die größtenteils verschiefert sind. Das Stadtbild von Schmallenberg weist ein besonders hohes Maß an Geschlossenheit auf. So sind die in den zurückliegenden Jahren errichteten Neubauten durch eine maßstabsgerechte Einfügung in den alten Stadtkern und durch eine Anpassung an die regionale Bautradition gekennzeichnet.